Claude Cowork für Ihren Betrieb
KI als Mitarbeiter, nicht als Spielzeug. In zwei Tagen bauen Sie sich einen eigenen Claude-Cowork-Arbeitsplatz, schreiben drei bis fünf Routinen aus Ihrem Betrieb auf und gehen mit etwas nach Hause, das ab Tag drei läuft.
Worum es geht
Claude Cowork ist kein Chatbot, mit dem man plaudert. Es ist eine Arbeitsumgebung, in der Sie der KI echte Aufgaben aus Ihrem Betrieb übergeben und sie diese erledigt. Angebote schreiben, Kundenmails sortieren, Produkttexte aus Lieferantenlisten erzeugen, Wochenpost an Stammkunden, Recherche, Termine vorbereiten. Sie sehen live mit, greifen ein, wo nötig, und lassen den Rest laufen.
Der Unterschied zur „Mal-eben-ChatGPT-Frage" ist groß. Cowork hat einen Ordner als Arbeitsplatz, merkt sich Ihre Regeln, kennt Ihre Vorlagen und arbeitet mehrere Schritte hintereinander ab. Das ändert, was Sie an einem Vormittag schaffen.
In zwei Tagen bauen Sie sich genau das auf: einen Arbeitsplatz für Ihre KI, drei bis fünf Routinen aus Ihrem eigenen Betrieb sauber dokumentiert, und das Vertrauen zu wissen, wann Sie der Maschine zusehen müssen und wann nicht.
Methodik: AI Fluency Framework
Der Kurs ist am offiziellen AI Fluency Framework von Anthropic ausgerichtet. Die vier Disziplinen laufen durch alle Module mit:
- Delegation: Welche Aufgabe übergebe ich der KI, welche behalte ich?
- Description: Wie beschreibe ich das, was ich brauche, so dass es ankommt?
- Discernment: Wie beurteile ich das Ergebnis, statt es blind zu übernehmen?
- Diligence: Wie arbeite ich sorgsam, ethisch und datenschutzkonform?
Voraussetzungen
- Eigener Laptop (Windows oder Mac)
- Internetzugang (im Kursraum vorhanden)
- Ein kostenloser Claude-Account (Anleitung kommt mit der Anmeldebestätigung)
- Drei bis fünf Beispieldokumente aus dem eigenen Betrieb: Angebot, Kundenmail, Produktliste oder Ähnliches. Sie arbeiten von der ersten Stunde an mit echten Unterlagen, nicht mit Lehrbuch-Beispielen.
Keine Programmierkenntnisse nötig.
Tag 1: Grundlagen und der eigene Arbeitsplatz
Modul 1: Was Cowork ist und was es nicht ist
- Chatten vs. Arbeiten lassen am echten Beispiel
- Drei Erkennungsmerkmale, wann sich Cowork lohnt: die Aufgabe ist mehrstufig, sie lebt in echten Dateien, sie geht über mehrere Werkzeuge
- Welche Aufgaben sich lohnen, welche nicht
- Wie viel Aufsicht ein KI-Agent wirklich braucht
- Konkreter Fall: Eine Kundenanfrage in eine fertige Angebotsmail verwandeln, vom Eintrudeln bis zum Senden-Entwurf
Modul 2: Die Claude-Oberfläche im Alltag
- Wo Sie was finden: laufende Aufgaben, Projekte, Wiederverwendbares
- Aufgaben starten, pausieren, abbrechen
- Live mitschauen, ohne nervös zu werden
- Konkreter Fall: Ein Trainer lässt sich aus losen Notizen einer Beratungsstunde ein sauberes Protokoll für den Klienten bauen
Modul 3: Den Arbeitsplatz einrichten
- Ein Ordner ist die Welt der KI: was kommt rein, was bleibt draußen
- CLAUDE.md als einfache Textdatei mit Hausregeln
- Versionen Ihrer Arbeit nicht verlieren (ohne Programmierer-Vorlesung)
- Typische Anfänger-Fehler, die Stunden kosten
- Konkreter Fall: Ein Onlinehändler richtet einen Cowork-Ordner für „Produkttexte" ein. Tonalität, Zielgruppe, verbotene Wörter einmal niedergeschrieben, ab dann liefert die KI passend.
Modul 4: Die erste eigene Routine
- Eine echte Aufgabe aus Ihrem Betrieb von Hand mit der KI durchspielen
- Beobachten, wo es haut und wo nicht
- Den Ablauf so notieren, dass er beim nächsten Mal funktioniert
- Konkreter Fall: Jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer geht mit einer fertigen, getesteten Routine in den Feierabend
Tag 2: Eigene Skills, Anbindungen und sicheres Arbeiten
Modul 5: Skills - Routinen, die bleiben
- Was eine Skill-Datei ist und warum sie alles ändert
- Eine Skill von Null bauen, Schritt für Schritt am eigenen Fall
- Die Drei-Mal-Regel: erst manuell, dann beobachten, dann festschreiben
- Konkreter Fall: Eine Steuerberater-Assistenz baut eine Skill „Mandanten-Mail vorsortieren und Antwortentwurf schreiben". Ab dann 20 Minuten täglich gespart.
Modul 6: Anbindungen - Wenn die KI an Ihre Daten ran soll
- Was ein Connector ist, einfach erklärt
- Wann es sich lohnt anzudocken, wann ein simpler Datei-Export reicht
- Risiken im Blick behalten
- Konkreter Fall: Ein Handwerksbetrieb verknüpft Cowork mit dem eigenen Kalender. Termine in Angebotsmails einfügen passiert automatisch.
Modul 7: Das zweite Gehirn aufbauen
- Was eigenes Wissen für die KI auffindbar macht
- Notizen, Verträge, Stammkunden-Historie als Arbeitsmaterial
- Aktuell halten, sonst wird es Müll
- Konkreter Fall: Ein Kosmetikstudio sammelt zwei Jahre Wochenpost-Vorlagen. Die KI zieht daraus jeden Montag den neuen Newsletter, die Inhaberin liest gegen und sendet.
Modul 8: Mehrere Helfer und sicher arbeiten
- Wenn eine Aufgabe in Teilaufgaben zerfällt: wer macht was
- Wo Sie immer noch hinschauen müssen
- Prompt-Injection in Mails und Dokumenten: was das ist und wie Sie es vermeiden
- Was niemals in den KI-Ordner gehört (Passwörter, Klientendaten ohne Rechtsgrundlage, Sensibles)
- Konkreter Fall: Eine Reiseveranstalterin lässt parallel Hotelpreise recherchieren, Texte schreiben und Bilder vorschlagen, und behält den Überblick.
Was Sie mitnehmen
Jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer verlässt den Kurs mit:
- Einem eingerichteten Claude-Cowork-Arbeitsplatz auf dem eigenen Gerät
- Mindestens drei dokumentierten Routinen aus dem eigenen Betrieb, die ab Tag drei funktionieren
- Einer Vorlage für die eigenen Hausregeln (CLAUDE.md), die mitwächst
- Einer klaren Vorstellung davon, welche nächsten zehn Aufgaben Sie der KI als nächstes übertragen
Branchen-Varianten auf Anfrage
Sobald sich aus einer Branche sechs Anmeldungen zusammenfinden, biete ich denselben Kurs als Branchen-Spezial an, mit Cases und Vorlagen, die direkt auf den Berufsalltag zugeschnitten sind:
- Trainerinnen und Vortragende: Skripte aus Notizen, Teilnehmerunterlagen, Folgekommunikation
- Handwerk und Bau: Aufmaß zu Angebot, Baudokumentation, Mängelprotokolle
- Gesundheits- und Pflegedienstleister: Klientendokumentation und Tourenplanung (mit ausdrücklichem Fokus auf Datenschutz)
- Tourismus: Anfragen beantworten, Angebote, Bewertungen-Antworten, Wochenpost
- Steuer- und Lohnverrechnungs-Backoffice: Mandantenkommunikation, Belegvorerfassung, interne Notizen
Interesse? Bei der Anmeldung dazuschreiben.
Förderung
Der Kurs ist in Österreich an mehreren Stellen förderfähig. Welche Förderung passt, hängt von Bundesland und Unternehmensgröße ab:
- WKO Bildungsförderung Salzburg: Zuschuss für Mitarbeiterschulungen Salzburger Betriebe (laufende Konditionen direkt bei der WKS)
- AMS Qualifizierungsförderung für Beschäftigte (QfB): Förderquoten je nach Unternehmensgröße bis ca. 50 %
- WAFF: für Wienerinnen und Wiener, Bildungskonto und Digi-Winner
- Digitalisierungs- und Bildungsförderungen der Wirtschaftskammern: laufend wechselnd, aktuell bei der Landeskammer nachfragen
- AK Bildungsgutschein: für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, je nach Bundesland in unterschiedlicher Höhe
Bei der Antragstellung helfe ich mit Kursbeschreibung, Trainerqualifikation und passendem Rechnungsformat. Eine kurze Mail genügt.
Anmeldung
Anmeldung über das Bildungszentrum Regional Renate Mohr · r.mohr@bildungszentrum-regional.at · +43 664 5230735
Inhaltliche Fragen direkt an mich Emanuel Althuber · office@projekt-entwicklung.at