KI-Automation für Anwaltskanzleien
Akten-Triage, Frist-Extraktion und Mandanten-Mail-Klassifikation, ohne US-Cloud, ohne Verstöße gegen die RAO.
- Fristen-Extraktion aus Gerichtsbeschlüssen: Datum und Frist-Typ landen direkt im Kalender
- Keine Mandantendaten in US-Cloud: Azure OpenAI EU-Region oder Ollama On-Premise
- Auftragsverarbeitungs-Vertrag dokumentiert, kein Training auf Ihren Akten
Wo KI in der Kanzlei wirklich hilft
Neue Schriftsätze und Gerichtsbeschlüsse kommen täglich. Jemand muss sie lesen, einordnen und dem richtigen Akt zuweisen. Das kostet Zeit, die besser in die Sache selbst fließen sollte.
Akten-Triage. Ich richte eine Verarbeitung ein, die eingehende Dokumente automatisch kategorisiert: Schriftsatz, Beschluss, Ladung, Mahnung. Das System weist jedem Dokument ein Thema und eine Priorität zu. Die finale Entscheidung trifft weiterhin ein Mensch.
Frist-Extraktion. Ich baue eine Pipeline, die aus Gerichtsbeschlüssen Datumsangaben und Frist-Typen erkennt. Das Ergebnis ist ein strukturierter Kalender-Eintrag, der zur Prüfung vorgelegt wird. Nicht eingetragen, sondern vorgeschlagen.
Mandanten-Mail-Klassifikation. Ich konfiguriere eine Klassifikation, die eingehende Mandanten-Mails nach Dringlichkeit, Thema und Akt-Zugehörigkeit bewertet. Kein Anwalt muss morgens 40 Betreffzeilen scannen, bevor er weiß, was brennt.
Schriftsatz-Recherche aus eigener Akten-Basis. Ich verbinde ein Sprachmodell mit Ihrer internen Dokumentensammlung. Sie fragen: “Welche ähnlichen Fälle haben wir zu § 1295 ABGB?” Das System sucht in Ihren Akten, nicht im Internet.
Funktioniert nicht:
- Rechtliche Bewertungen. Das Modell schlägt vor, Sie entscheiden.
- Vollautomatisches Einreichen von Fristen. Das bleibt menschliche Aufgabe.
- Ersetzen von Rechts-Expertise. Das ist auch nicht das Ziel.
Berufsrecht und Datenschutz
Verschwiegenheit nach RAO § 9 und den Richtlinien für die Berufsausübung (RL-BA) ist keine Option, sondern Pflicht. Ich nehme das ernst.
Keine US-Cloud. Ich betreibe die Sprachmodelle entweder über Azure OpenAI in der EU-Region (Rechenzentrum Österreich/Deutschland) oder On-Premise mit Ollama auf einem Server in Ihrer Kanzlei oder bei einem österreichischen Hoster.
Kein Training auf Ihren Daten. Microsoft nutzt Anfragen über die Azure-OpenAI-API nicht zum Modell-Training. Das gilt vertraglich. Ich dokumentiere das für Sie.
DSGVO-Auftragsverarbeitung. Ich schließe mit Ihnen einen Auftragsverarbeitungs-Vertrag ab. Darin steht, wer die Daten verarbeitet, wo sie liegen und wie lange.
Schnittstellen. Ich verbinde die Automatisierungen mit bestehenden Systemen: E-Mail über IMAP/Exchange, Dokumenten-Ablage über lokale Ordner oder SharePoint, Kalender über Exchange oder CalDAV.
Was Sie konkret bekommen
KI-Sprechstunde (120 €/h) Wir besprechen, welche Abläufe in Ihrer Kanzlei Sinn ergeben. Kein Verkaufsgespräch. Ich sage Ihnen auch, wenn sich etwas nicht lohnt.
KI-Workshop (490 €, einmalig) Halbtag in der Kanzlei oder per Video. Ich zeige, wie Akten-Triage, Frist-Extraktion und Mail-Klassifikation technisch funktionieren. Sie bekommen eine schriftliche Einschätzung, was bei Ihnen umsetzbar ist und was es kostet.
Pilot-Paket (ab 490 € Setup + 80 €/Monat) Ich setze eine einzelne Automatisierung auf. Zum Beispiel: Frist-Extraktion aus Beschlüssen. Sie testen vier Wochen. Dann entscheiden Sie, ob wir weitermachen.
Kanzlei-2nd-Brain (1.500 € Setup + 80 €/Monat) Ich verbinde ein Sprachmodell mit Ihrer Akten-Basis. Schriftsatz-Recherche, Paragraphen-Vorschläge, Dokumenten-Suche. On-Premise oder Azure OpenAI EU. Laufender Betrieb, ich warte das System, ich reagiere bei Problemen.
Preise & Aufwand
| Paket | Setup | Monatlich | Was drin ist |
|---|---|---|---|
| KI-Sprechstunde | 120 €/h | – | Analyse, Einschätzung, kein Umsetzungs-Druck |
| KI-Workshop | 490 € | – | Halbtag, schriftliche Einschätzung, Entscheidungs-Grundlage |
| Pilot | ab 490 € | 80 € | Eine Automatisierung, Test-Betrieb, Betreuung |
| Kanzlei-2nd-Brain | 1.500 € | 80 € | Akten-Recherche, Triage, Mail-Klassifikation, Wartung |
Alle Preise netto. Für den Pilot-Betrieb gilt: Läuft die Automatisierung stabil und Sie brauchen mich nicht aktiv, zahlen Sie trotzdem 80 €/Monat. Dafür bin ich erreichbar, ich halte das System aktuell und ich reagiere bei Änderungen in Ihrer Infrastruktur.
Häufige Fragen
Verletzt die Nutzung eines Sprachmodells die Verschwiegenheitspflicht nach RAO § 9? +
Das hängt davon ab, wo das Modell läuft. Bei US-Diensten wie ChatGPT ohne Vertrag: ja, das ist problematisch. Bei Azure OpenAI EU mit Auftragsverarbeitungs-Vertrag oder On-Premise mit Ollama: nein, die Daten verlassen nicht den vereinbarten Verarbeitungsraum. Ich setze nur Varianten ein, die ich mit gutem Gewissen dokumentieren kann.
Wer haftet, wenn eine Frist falsch extrahiert wird? +
Sie. Das Modell macht Vorschläge, Sie prüfen. Ich baue keine Automatisierung, die Fristen ohne menschliche Prüfung einträgt. Das sage ich von Anfang an klar.
Muss ich meine gesamte Kanzlei-Software umstellen? +
Nein. Ich arbeite mit dem, was Sie haben. E-Mail über IMAP oder Exchange, Dokumente über lokale Ordner, SharePoint oder ein bestehendes Kanzlei-System. Ich frage zuerst, was vorhanden ist, bevor ich irgendetwas vorschlage.
Wie lange dauert ein Pilot? +
Setup: ein bis drei Tage, je nach Komplexität der Schnittstellen. Test-Betrieb: vier Wochen. Danach entscheiden Sie, ob Sie weitermachen, erweitern oder stoppen.
Ich bin erreichbar für eine erste Einschätzung
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Belege automatisch lesen, Mandanten-Mails vorsortieren, Stundenaufzeichnungen aus Kalender und Diktat ziehen. Keine Magie. Aber 8–20 Stunden im Monat, die Sie nicht mehr …
- Beleg-OCR auf eigenem Stack. Keine Daten an US-SaaS
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KI-Automation für Bildungsträger und Kurszentren
Anmelde-Mails sortieren, Wartelisten automatisch abarbeiten, Teilnehmer-Fragen beantworten, ohne Teilnehmerdaten in US-Cloud.
- Anmelde-Mails landen sortiert nach Kurs, Termin und Anliegen in der richtigen Ablage
- Nachrücker-Benachrichtigung läuft automatisch, kein manuelles Abarbeiten der Warteliste
- Keine Teilnehmerdaten in US-Cloud: lokale Verarbeitung oder EU-Hosting