SEO für Handwerksbetriebe ohne Hype
Wenn ein Handwerksbetrieb mich anruft, geht es selten um Keyword-Recherche oder Core Web Vitals. Es geht um den Satz: „Wir kriegen zu wenig Anfragen, und wenn welche kommen, dann oft die falschen." Aus diesem Satz lässt sich SEO für Handwerksbetriebe in drei Schritten ableiten. Ohne Hype.
Schritt 1: Google Business Profile, sauber gemacht
Über 60 Prozent der lokalen Suchanfragen enden bei Google Maps, nicht in den klassischen blauen Links. Wer als Tischler in Wien sichtbar sein will, braucht zuerst ein vollständig gepflegtes Google Business Profile. Nicht „angelegt vor fünf Jahren und nie wieder berührt". Vollständig.
Konkret heißt das: Aktuelle Öffnungszeiten, korrekte Kategorien (primär „Tischler", nicht „Möbelgeschäft"), echte Fotos vom Betrieb und fertigen Arbeiten, regelmäßige Beiträge (auch wenn es nur eine pro Monat ist), aktive Bewertungs-Pflege.
Ein gepflegtes Profil bringt mehr lokale Sichtbarkeit als jede SEO-Kampagne. Und es kostet nichts außer einer halben Stunde pro Monat.
Schritt 2: Die Site muss zur Suchanfrage passen
Wenn jemand „Tischler Wien 1230" sucht, sollte Ihre Site sagen: „Tischlerei in Wien 1230". Klingt banal, ist aber bei 70 Prozent der Handwerker-Sites nicht der Fall. Da steht: „Über 30 Jahre Erfahrung in der Holzverarbeitung". Schön für Sie. Hilft Google nicht.
Was bei Site-Texten zählt:
- H1 mit Ort und Leistung. „Tischlerei in Wien 1230 — Möbel, Innenausbau, Schreinerarbeiten".
- Standort prominent. Adresse, Telefonnummer, Anfahrt auf jeder relevanten Seite.
- Eigene Seiten pro Kern-Leistung. Eine Seite für „Massivholz-Möbel", eine für „Treppenbau", eine für „Innentüren". Nicht alles in einen 1500-Wörter-Brei pressen.
- Schema-Markup für
LocalBusiness. Damit Google die Site mit dem Maps-Eintrag verknüpfen kann.
Schritt 3: Echte Bilder und echte Referenzen
Stockfotos sind Sichtbarkeits-Bremse. Eine Tischler-Site mit dem Foto eines hipsterhaften Holzwerkstatt-Pärchens aus Kalifornien wirkt austauschbar. Eine Site mit echten Bildern aus Ihrer Werkstatt, von Ihren fertigen Stücken, von Ihrem Team, wirkt wie ein echter Betrieb.
Wenn Sie keine guten Bilder haben: vermitteln wir einen Fotografen aus der Region, halb-tägige Session, 300 bis 600 €. Macht den Unterschied bei lokaler Sichtbarkeit und bei der Anfragen-Qualität. Wer am Foto sieht, was Sie können, schreibt seine Anfrage konkreter, und das spart später Telefonzeit.
Referenzen mit Vorher-Nachher und kurzer Beschreibung sind der zweite Vertrauens-Hebel. Sechs bis zehn Projekte reichen zum Start. Nicht alles, was Sie je gemacht haben, sondern die Spannweite Ihres Könnens.
Was Sie sich sparen können
- Keyword-Density-Optimierung. War 2010 wichtig, ist heute irrelevant.
- Backlink-Aufbau über Verzeichnis-Eintragungen. Das schadet meistens mehr als es nützt.
- Monatliche „SEO-Reportings" mit 30 Seiten Charts. Bei einer Handwerker-Site brauchen Sie eine Zahl: Anrufe pro Monat. Alles andere ist Theater.
- Agentur-Pakete mit 1000 € im Monat. Bei einem Handwerksbetrieb mit Einzugsgebiet 30 Kilometer ist das fast immer überkalibriert.
Was es kostet
Lokales SEO für Handwerksbetriebe, einmaliges Setup: 600 bis 1.200 €. Inkludiert Google Business Profile professionell eingerichtet, Site auf lokale Suche optimiert, Schema-Markup, ein Erst-Review der wichtigsten Bewertungen.
Laufende Pflege als Teil der Wartung: meistens schon im monatlichen Paket enthalten, 50 bis 120 €. Bei eigenständigem SEO-Mandat ohne Wartung 80 bis 150 € im Monat.
Realistischer Zeitrahmen bis zu ersten messbaren Effekten: zwei bis vier Monate. Wer Ihnen schnellere Ergebnisse verspricht, lügt oder kauft kurzfristig Anzeigen ein.
Was als Nächstes passiert
Wenn Sie als Handwerksbetrieb das Gefühl haben, in Ihrer Region nicht ausreichend sichtbar zu sein: 30 Minuten Erstgespräch, 0699 1203 8521 oder office@projekt-entwicklung.at. Ich schaue mir Site und Google-Profil vorher kurz an und sage Ihnen konkret, wo die größten Hebel sind.
Mehr zum Branchen-Setup auf der Seite Websites für Handwerksbetriebe.