Relaunch von projekt-entwicklung.at
Warum ich meine eigene Site auf Hugo umgestellt hab, und was ich dabei gelernt hab.
Acht Jahre WordPress, zwei Theme-Wechsel, gefühlte 200 Plugin-Updates. Es war Zeit.
Warum überhaupt umstellen
Die alte Site hat funktioniert, aber sie war langsam, schwer zu pflegen und im Kern eine Schaufenster-Site mit drei Unterseiten und einer About-Page. Genau die Sorte Anwendungsfall, für den ich meinen Kunden seit zwei Jahren Hugo empfehle. Es wäre ziemlich seltsam gewesen, das selbst nicht zu tun.
Was ich behalten hab
Den Türkis-Akzent (#1a9b9b). Er zieht sich durch alle EAP-Rechnungen, Mails und Materialien. Die Tagline. Die Kernleistungen. Die Adresse.
Was raus ist
Sie-Form. Buzzwords (“ganzheitlich”, “digitale Erlebnisse”, “nutzen Sie unsere”). Stockfotos. Das Wort “Team”, weil ich keins bin. “Über 120 Geschäftsinhaber”. Das stand auf der alten Site, und ich find’s bis heute übertrieben formuliert. Stimmt zwar als Lebensbilanz, klingt aber nach Agentur-Sprech.
Was neu ist
Eigenes Theme namens eapulse: Dark default, Editorial-Brutalist, Mono-Display-Mix. Kein Theme-Bazaar, kein Standardlayout. Hab ich mit Tailwind v4 und Hugo gebaut, ein paar View-Transitions dazu, fertig.
Klare Voice: ich, in der Sie-Form, ohne Marketing-Sound. Ein Skill in meinem Setup (eap-writer) sorgt dafür, dass ich nicht in alte Muster zurückfalle, wenn ich Texte aktualisiere.
Was ich gelernt hab
Der größte Aufwand war nicht der Code. Der größte Aufwand war, ehrlich aufzuschreiben, was ich tatsächlich tue, ohne in Marketing-Phrasen zu kippen. Vier Stunden für eine Service-Seite, die am Ende 600 Wörter hat, ist normal. Wenn ich’s in einer Stunde geschrieben hätte, wäre Buzzword drin gewesen.
Was als nächstes kommt
Referenz-Seiten mit echten Cases. Ein paar Werkstatt-Notizen wie diese hier. Vielleicht Programmatic-SEO für die typischen “Webdesign in [Ort]"-Suchen, wenn’s sich rechnet. Mal sehen.